GELSENZENTRUM e.V. gewinnt den 35. CDU-Bürgerpreis
Der Bürgerpreis feiert in diesem Jahr sein 35. Jubiläum. Er würdigt Menschen, Vereine und Initiativen, die sich in herausragender Weise für das Gemeinwohl und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt einsetzen. Das GELSENZENTRUM erfüllt diese Kriterien durch seine jahrzehntelange, ehrenamtliche Arbeit in besonderem Maße.
Gegen das Vergessen - Lokale Geschichte im digitalen Raum
Der Preisträger betreibt ein Online-Portal zur Erforschung und Dokumentation der Gelsenkirchener Stadtgeschichte. Im Mittelpunkt der akribischen Arbeit stehen die lückenlose Aufarbeitung der NS-Zeit und ihrer Folgen für die Bürgerinnen und Bürger in Gelsenkirchen. Mit der einzigartigen Datenbank „Die Dabeigewesenen“ dokumentiert der Verein zudem mit größter Sorgfalt die Biografien von NS-Akteuren, Profiteuren und Mitläufern, um ein klares Bild der damaligen Strukturen zu zeichnen.
Sichtbares Ehrenamt im städtischen Alltag
Neben der digitalen Aufklärung holt der Verein die Erinnerungskultur direkt auf die Straßen der Stadt. Das GELSENZENTRUM koordiniert das bundesweit bekannte „Stolpersteine-Projekt“ in Gelsenkirchen. Jeder verlegte „Stolperstein“ mahnt im Alltag an die Opfer des Regimes und stärkt die demokratische Wachsamkeit der heutigen Stadtgesellschaft.
„Der Bürgerpreis ist ein aufrichtiger Dank an all jene, die sich in herausragender Weise ehrenamtlich für ihre Mitmenschen einsetzen und unsere Stadt lebenswerter machen“, betonen Fraktionsvorsitzender Sascha Kurth und Kreisvorsitzender Hobie Fischbach bereits zum Start der Ausschreibung. „Mit der Auszeichnung des GELSENZENTRUMS e.V. kommt ein Projekt in den Fokus, das durch historische Verantwortung ein starkes Fundament für die Zukunft und den Zusammenhalt der Stadt baut“, so die Initiatoren weiter.
Die offizielle feierliche Übergabe des Preises erfolgt im Rahmen des traditionellen Sommerempfangs der CDU am 1. September im Wissenschaftspark.