Schließung des Sozialkaufhauses "in-petto II" in Gelsenkirchen-Heßler
Die CDU im Ortsverband Gelsenkirchen-Heßler bedauert die angekündigte Schließung des Sozialkaufhauses „in-petto II“ im Stadtteil Heßler zum Ende Februar sehr. Das Angebot hat über Jahre hinweg eine wichtige soziale Funktion im Quartier erfüllt und war nicht nur für Menschen mit geringem Einkommen ein verlässlicher Anlaufpunkt, sondern ebenso für viele Bürgerinnen und Bürger, die gut erhaltene Second-Hand-Waren bewusst und preiswert erwerben wollten.
In Gesprächen mit der Trägerseite und einem der Geschäftsführer des Inklusionsunternehmens wurden uns die Gründe für die Entscheidung transparent dargelegt. Ausschlaggebend sind demnach die baulichen Mängel des Gebäudes mit erheblichen Wasserschäden, strukturelle Veränderungen im Quartier und im Kaufverhalten, unter anderem durch den wachsenden Onlinehandel und preisgünstige Neuanbieter, sowie dauerhaft nicht ausgleichbare wirtschaftliche Defizite. Diese Faktoren haben einen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb am Standort Heßler trotz intensiver Bemühungen unmöglich gemacht.
Positiv hervorzuheben ist, dass für alle betroffenen Mitarbeitenden Lösungen gefunden wurden und keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden mussten. Die Beschäftigten können an einem anderen Standort weiterarbeiten.
Hobie Fischbach, Ortsvorsitzender der CDU Gelsenkirchen-Heßler, erklärt: „Wir nehmen die Schließung des Sozialkaufhauses zum Anlass, gemeinsam Verantwortung für unseren Stadtteil zu übernehmen. Deshalb haben wir Kontakt zur Caritas als Trägerin des Geschäfts aufgenommen und werden nun daran arbeiten, die Ortsgesellschaft und die Politik an einen Tisch zu bringen. Angebote von Seiten der Caritas zu Gesprächen mit der Politik und den Bewohnern von Heßler bestehen bereits. Wir haben ebenfalls Kontakt zur Vorsitzenden des Netzwerks GE-Heßler aufgenommen, um den Diskurs auf eine breite Basis zu stellen. Unser Ziel ist ein sachlicher und konstruktiver Austausch mit allen Beteiligten. Heßler braucht tragfähige Lösungen, die soziale Teilhabe sichern und zugleich wirtschaftlich verantwortbar sind.“