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09.10.2018, 12:39 Uhr
Friedhofsgebühren müssen bezahlbar bleiben
Brosch: Stufenplan zur Erhöhung des öffentlichen Grünanteils ist beantragt

Nach dem aktuellen Quartalsbericht 2018 sind die Bestattungszahlen auf den kommunalen Friedhöfen um weitere zehn Prozent zurückgegangen. Die in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich angestiegenen Gebühren haben Bestattungen auf den Gelsenkirchener Friedhöfen immer unattraktiver und unbezahlbarer werden lassen, so dass viele Bestattungen mittlerweile in Nachbarstädten stattfinden. „Viele Hinterbliebene können sich das einfach nicht leisten. Der Handlungsdruck steigt immer weiter an, diese nach oben offene Preisspirale zu durchbrechen“, stellt Alfred Brosch, Sprecher der CDU-Fraktion im Betriebsausschuss Gelsendienste fest.

Brosch: „Parallel dazu beobachten wir seit Jahren eine Entwicklung, die es dringend notwendig macht, die Funktion und Aufgabe von Friedhöfen im Stadtbild neu zu bewerten. Friedhöfe dienen schon lange nicht mehr ausschließlich als Orte der Erinnerung und Trauer, sondern haben einen hohen Stellenwert in Sachen Erholung, Freizeit, Umwelt, Klima und Naturschutz eingenommen, so dass der Anteil der öffentlich genutzten Grünflächen ganz deutlich angestiegen ist und noch weiter ansteigen wird. Zu diesem Ergebnis kommt auch die inzwischen vorgelegte Studie der Firma Planrat, die der Ausschuss beauftragt hatte und stützt die Forderung der CDU, den Anteil des öffentlichen Grüns bei der Aufstellung des Wirtschaftsplans von Gelsendienste zu erhöhen und damit die Bestattungsgebühren zu senken. Nach intensiver Beratung und Abwägung hält die CDU-Fraktion eine schrittweise Anhebung des öffentlichen Grünanteils auf 40 % in 2019, 45 % in 2021 und schließlich 50 % in 2023 für notwendig und sachgerecht. Mit diesem Stufenplan ist es auch für Gelsendienste deutlich einfacher, sich auf die Veränderungen einzustellen und schlussendlich auch den Zuschussbedarf im Haushaltsplan der Stadt anzupassen. Vor diesem Hintergrund und der zunehmenden Bedeutung des Grünbestandes für unsere Stadt ist eine stufenweise Steigerung des Anteils auf 50% in der letzten Stufe angezeigt. Einen entsprechenden Antrag hat die CDU-Fraktion gestellt.“
 

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