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16.03.2017, 15:18 Uhr
CDU fordert die unbefristete Verlängerung der Stellen in der Schulsozialarbeit
Karl: Schnelles Handeln ist dringend notwendig
Der Ausschuss für Bildung berät in der kommenden Sitzung den Jahresbericht des Sozialdienstes Schule. Markus Karl, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion: „Der Jahresbericht enthält eine schonungslose Beschreibung der vielfältigen Problemlagen von Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt. Der Bericht macht deutlich, wie unerlässlich wichtig die Arbeit des Sozialdienstes Schule und der Schulsozialarbeit ist. Die CDU-Ratsfraktion hat daher eine Resolution in den Ausschuss für Bildung eingebracht, der die Landesregierung auffordert, alle befristeten Stellen in der Schulsozialarbeit kurzfristig in unbefristete Stellen umzuwandeln. Ein schnelles Handeln ist umso notwendiger, da im 4. Quartal 2017 die Befristung vieler Stellen ausläuft. „ Eine personelle Kontinuität ist für eine erfolgreiche Arbeit wichtig: Der Primarbereich und der Sekundarbereich I stehen vor großen Herausforderungen, die ohne eine gesicherte personelle Ausstattung an Schulsozialarbeiterinnen und –arbeitern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu bewältigen sind. In der Vergangenheit wurde viel Zeit und Energie in eine gute „Beziehungsarbeit“ investiert. Jugendliche, Lehrer und die Mitarbeiter/ -innen der Schulsozialarbeit haben durch intensive Arbeit und großes Engagement notwendiges Vertrauen zu den Kindern aufgebaut. „Diese erfolgreiche Arbeit darf nicht durch Stellenstreichungen gefährdet werden und muss vor dem beschriebenen Hintergrund unbedingt fortgesetzt, und eigentlich noch weiter ausgebaut werden“, so Markus Karl.



Resolution des Ausschusses für Bildung zum Tagesordnungspunkt 4
Sozialdienst Schule (SDS) - Jahresbericht Schuljahr 2015/2016
 
Der Sozialdienst Schule der Stadt Gelsenkirchen bietet in Gelsenkirchen für die Jahrgänge 1 bis 10 Schulsozialarbeit (Jugendhilfe in Schule) an.
Die Einleitung des Tätigkeitsberichtes des Sozialdienstes Schule für das Schuljahr 2015/2016 beschreibt die Situation an unseren Schulen wie folgt:
 
„Mit den Kindern und Jugendlichen, die tagtäglich die Schule besuchen, betreten ganze Lebenswelten die Schule, die heutzutage sehr heterogen sind.
In Gelsenkirchen leben viele Kinder, deren Eltern – nicht selten in der 2. oder 3. Generation Sozialleistungen beziehen. Ein hoher Anteil von Kindern in Gelsenkirchen lebt in Ein-Eltern-Familien, wieder andere stehen den Herausforderungen des Lebens in einer Patchworkfamilie gegenüber.
Es gibt Schulkinder, deren Eltern berufstätig sind, wegen ihres geringen Einkommens
zusätzliche Jobs annehmen müssen und am Ende eines Tages nur noch wenig Zeit und Kraft für die Kinder übrig haben.
Viele Schulkinder in Gelsenkirchen haben einen Migrationshintergrund, und zusätzlich besuchen immer mehr Kinder, die aus Rumänien, Bulgarien und Polen zugewandert oder vor Kriegen in ihren Heimatländern geflüchtet sind, unsere hiesigen Schulen. Eine Vielzahl der Kinder weist heutzutage einen hohen Medienkonsum auf, was häufig zu Konzentrationsproblemen und Bewegungsmangel führt. Manche Kinder werden emotional oder körperlich vernachlässigt, erleben Gewalt in ihren Familien, sind schlecht genährt oder ohne Krankenversicherungsschutz. Wieder andere haben Sprachschwierigkeiten, sind verhaltensauffällig, leben mit psychisch kranken Eltern oder ohne Halt und Orientierung. Die Kinder besuchen mit allen diesen Realitäten die Schule. Deshalb kann das System Schule, so wie es aufgestellt ist, allein den Bedarfen dieser Kinder und Jugendlichen nicht mehr gerecht werden. Soll kein Kind zurück bleiben, muss der Automatismus systematischer Bildungsbenachteiligung von Kindern aus sozial schwachen und bildungsfernen Familien unterbrochen werden.
Dazu bedarf es vieler Unterstützungssysteme, die Bildung und Entwicklung flankierend begleiten.
Der Sozialdienst Schule ist ein solches System. Er sieht seine Hauptaufgabe darin,
benachteiligte Schulkinder und deren Familien zu unterstützen und zu begleiten, damit die Kinder und Jugendlichen eine faire Chance erhalten, einen guten Schulabschluss zu erreichen. Dieser ist wiederum unerlässlich für eine gelingende Integration und Teilhabe in unsere Gesellschaft und den Arbeitsmarkt.
Der Sozialdienst Schule agiert ganzheitlich. Er hat jedes Mitglied der Familie mit seinen Facetten, Geschichten, dem Erlebten und den individuellen Problemen im Blick. Gemeinsam mit den Familienmitgliedern wird an den Ursachen gearbeitet und nicht nur an den Symptomen.“
 
Diese Situationsbeschreibung teilt der Ausschuss für Bildung der Stadt Gelsenkirchen.:
 
Der Sozialdienst Schule muss seine erfolgreiche Arbeit für die Schülerinnen und Schüler an den Gelsenkirchener Schulen uneingeschränkt und dauerhaft fortsetzen.
Der Ausschuss für Bildung fordert daher die Landesregierung NRW auf, dass alle befristeten Stellen in der Schulsozialarbeit kurzfristig in unbefristete Stellen umgewandelt werden.
 
Ein schnelles Handeln ist umso notwendiger, da im 3. Quartal 2017 die Befristung vieler Stellen ausläuft. Eine personelle Kontinuität ist für eine erfolgreiche Arbeit wichtig: Der Primarbereich und der Sekundarbereich I  stehen vor großen Herausforderungen, die ohne eine gesicherte personelle Ausstattung an Schulsozialarbeiterinnen und –arbeitern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu bewältigen sind.
 
In der Vergangenheit wurde viel Zeit und Energie in eine gute „Beziehungsarbeit“ investiert. Jugendliche, Lehrer und die Mitarbeiter/ -innen der Schulsozialarbeit haben durch intensive Arbeit und großes Engagement notwendiges Vertrauen zu den Kindern aufgebaut.
 
Diese erfolgreiche Arbeit darf nicht durch Stellenstreichungen gefährdet werden und muss vor dem beschriebenen Hintergrund unbedingt fortgesetzt, und eigentlich noch weiter ausgebaut werden.
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