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12.09.2013, 15:26 Uhr
„Energiewende ist Operation am offenen Herzen der Volkswirtschaft“
„Die Energiewende ist das wichtigste nationale Projekt nach der Wiedervereinigung“, stellte Bundesumweltminister Peter Altmaier MdB bei der „Gelsenkirchener Begegnung“ im Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft fest. Denn neben der umweltpolitischen gebe es auch eine innovative Komponente, die mindestens ebenso wichtig sei. Der CDU-Vorsitzende und Bundestagskandidat Oliver Wittke unterstrich die Bedeutung der Energiewende vor Ort, zum Beispiel für die Energieeffizienz bei Häusern und Wohnungen.
„Die Operation am offenen Herzen der Volkswirtschaft“, wie Altmaier die Energiewende nannte, sei erst dann erfolgreich, „wenn der gesamte Strom aus erneuerbaren Energien kommt und unsere Volkswirtschaft weiter erfolgreich ist.“ Zugleich nannte er die Kostenfrage als entscheidendes Kriterium. „Sie ist entscheidend für den Industriestandort Deutschland und eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.“

Der Bundesumweltminister unterstütze die von Seiten des Handwerks vorgebrachte Planungssicherheit. „Wir brauchen eine planbare Politik“, unterstrich Ralf Wünnemann, Obermeister der Elektroinnung Bottrop-Gladbeck die Forderung des Handwerks. Altmaier brach zugleich eine Lanze für konventionelle, umweltfreundliche Kraftwerke, „die wir noch so lange brauchen, bis die Energieversorgung komplett von regenerativen Energien kommt.“ Nachdrücklich forderte er eine grundlegende Reform des „Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG)“, die aber erst nach der Bundestagswahl möglich sei.

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