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09.11.2017, 14:41 Uhr
Wie geht es weiter mit Haus Leithe?
Die Sicherungsgitter überwachsen und drohen gar umzustürzen. Seit vielen Jahren rottet die historische Bausubstanz vor sich hin. Das von einem privaten Investor gekaufte Gebäude und Freiflächen stehen nach wie vor zur Vermarktung an, ohne dass etwas zu passieren scheint. „Während die Stadt mit harten Bandagen bei der Nachfolgenutzung der Buerschen Markthalle verhandelt, stellt sich die Frage, wie die Stadt im Fall dieses wichtigen Baudenkmals umgeht?“ Dies fragt sich der Frank-Norbert Oehlert, Vorsitzender der CDU-Altstadt, seit Jahren. Gelsenkirchen verfüge nur über wenige weltliche Baudenkmäler aus der vor-industriellen Zeit. Neben der Wasserburg Lüttinghof, Schlössern Berge und Horst ist Haus Leithe in der Neustadt eines der weniger Relikte aus der Zeit vor Kohle und Stahl. Das Gebäudeensemble, dessen Herrenhaus aus dem Jahr 1565 stamme und im Jahr 1753 um das mächtige Torhaus mit Turm ergänzt wurde, sei das älteste Gebäude im Stadtsüden. Erste urkundliche Erwähnung eines Vorgängerbaus erfolgte bereit 947. Nach dem Verkauf des Gebäudes an einen Privatinvestor passiert nicht mehr sehr viel. Der Zustand sei erbarmungswürdig geblieben. Ob der Verkauf eine wirklich so gute Idee gewesen sei, ist daher zu bezweifeln. Während Haus Lüttinghof im Besitz des LWL sei, fragt Frank-Norbert Oehlert, Vorsitzender der CDU-Altstadt, warum die Stadt, die 1914 in den Besitz des Gebäudes kam, dieses stadtgeschichtlich wichtige Objekt nicht auch an den LWL hätte abgeben können. Insbesondere die Nutzung als ein Stadt- und Heimatmuseum wäre aus seiner Sicht in Frage gekommen, bedauert der Kommunalpolitiker.

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