CDU Kreisverband Gelsenkirchen
Besuchen Sie uns auf http://www.cdu-ge.de

DRUCK STARTEN


Archiv
26.09.2013, 15:19 Uhr
Zuwanderung: Stadt schöpft Potentiale nicht aus
Die Zuwanderung von EU-Bürgern aus Osteuropa ab 2014 beschäftigt die Gelsenkirchener Politik und Verwaltung – die Verwaltung legt jetzt ein Handlungskonzept vor. Die Junge Union (JU) sieht die Potentiale Gelsenkirchens, dieser Situation zu begegnen, jedoch nicht ausgeschöpft.
„Wir begrüßen das Handlungskonzept, auch wenn es viel zu spät kommt. Bisher fehlte aber vor allem eines: Die Einbindung der Bevölkerung!“ erklärt der JU-Vorsitzende Sascha Kurth. „Wir diskutieren das Thema ja vornehmlich so akut und präsent auch in der Bevölkerung, weil die Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener verunsichert sind. Die Kernfrage, wie unsere Stadtgesellschaft sozialpolitisch und vor allem auch finanziell noch mit der Zuwanderung umgehen kann, beantwortet das Konzept leider nicht. Diese Diskussion müssen wir mit den Bürgern aber führen, um die geforderte Gastfreundschaft überhaupt erreichen zu können. Die Verwaltung bindet die Bürger jetzt erst viel zu spät ein“ so Kurth weiter.

Das Handlungskonzept selbst geht der JU auch nicht weit genug: „Es werden nicht alle Potentiale ausgeschöpft, sondern es wird wiederum versucht, Probleme mit Geld und Sozialarbeitern reaktiv zu lösen, also wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Gelsenkirchen hat Erfahrung mit Integration: Es gibt viele gute und leider auch einige schlechte Beispiele, aus denen wir lernen sollten“ führt Kurth aus und wirft den handelnden Akteuren Versäumnisse vor: „Leerstand und sich abzeichnende Brennpunkte hätte die Stadt beispielsweise bereits lange proaktiv bekämpfen können. Integration funktioniert auch besser, wenn wir keine ‚Ghettos‘ zulassen. Aber es passiert nichts. Es wird gewartet, bis die Probleme da sind, ab 2014 vermutlich noch massiver“ so Kurth. Sozialpolitisch erkennt die JU im Konzept aber gute Ansätze: „Wir erkennen einen klaren Fokus auf der Integration der Kinder und auch auf der deutschen Sprache. Das ist seit jeher eine Forderung der Jungen Union“ so Kurth abschließend.