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Neuigkeiten
26.01.2018, 12:54 Uhr
Wulff: Leidenschaftliches Plädoyer für Demokratie und eine offene Gesellschaft
Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Demokratie legte Bundespräsident Christian Wulff beim Neujahrsempfang der CDU ab. „Die Demokratie ist die beste Staatsform“, sagte er. Mit Blick auf den Terrorismus sei sie aber auch „die schwächste Staatsform, wenn sie angegriffen wird“, da sie alle rechtsstaatlichen Prinzipien auch den Angreifern zur Verfügung stelle. “Vor den über 300 Gästen rief er zu mehr Engagement für das Gemeinwesen auf. „In der Demokratie entscheiden die Menschen über ihre Zukunft, ob als Wähler oder bei ehrenamtlicher Mitarbeit für das Gemeinwesen.“
Globalisierung und soziale Gerechtigkeit Die Globalisierung bringe viele Vorteile. „Sie ist aber nicht für alle automatisch gut“. Besonders arme Menschen hätten weltweit darunter zu leiden. Deshalb forderte Wulff mehr Investitionen in Bildung, mehr Förderung von Kindern und Familien und mehr soziale Gerechtigkeit. Digitalisierung und der Wahrheitsgehalt von Informationen Die Digitalisierung verändere das tägliche Leben nachhaltig. „Sie wird die Mensch-heit mehr verändern, als der Buchdruck es getan hat.“ Die Schattenseiten dieses Prozesses dürften, so Wulff, nicht verschwiegen werden. „Jeder kann jeden Blödsinn jeder Zeit weltweit über die Sozialen Netzwerke verbreiten“. Schwer werde es, die Aussagen auf den Wahrheitsgehalt zu prüfen. Er empfahl: „Wir sollten uns immer häufiger fragen: Stimmt das, was ich lese?“ In diesem Zusammenhang plädierte er engagiert für die Tageszeitungen, einen unabhängigen und kostenpflichtigen Journalismus. Offenheit und Vielfalt „Deutschlands Stärke lag stets in seiner Vielfalt“, betonte er. Offenheit, Respekt und Wertschätzung für Menschen aus anderen Regionen hätten und haben das Ruhrgebiet stark gemacht, ebenso wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft: „Ich ziehe lieber mit Özil und Boateng ins Finale ein, als ohne sie in der Vorrunde auszuscheiden.“ Angst sei bei allen Problemen ein schlechter Ratgeber. „Wir dürfen nicht den Mut verlieren, Dinge anzupacken bei uns und international. Zum Abschluss stellte der ehemalige Bundespräsident fest: „Für mich ist die Europäische Union der einzige Frühling auf unserem Kontinent in seiner 2000-jährigen Geschichte.“